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Dieser Akzent implementiert Angewandte Ethik und Ökologie in die Ausbildung am Wirtschaftsgymnasium.

Der Akzent Ethik/Ökologie besteht seit 2004 und wurde am 11. Januar 2008 mit dem Profaxpreis für innovative Schulentwicklung ausgezeichnet. Nach einer externen Evaluation und dem Bildungsratsbeschluss vom 1. November 2010 ist er im Lehrplan der Kantonsschule Hottingen fest verankert.

Ethik und Ökologie sind Musterbeispiele von Gebieten, die höchste Ansprüche an vernetztes Denken stellen. Darum werden sie im Hottinger Modell nicht als separate Fächer unterrichtet, sondern in drei Bereichen:

Bereich Quartalsakzente 

Pro Quartal ist jeweils ein Fach für die Akzentsetzung in Ethik und ein anderes Fach für die Akzentsetzung in Ökologie verantwortlich. Die entsprechende Lehrkraft thematisiert in ihrem Fach das ethisch respektive das ökologisch relevante Thema. Partnerfächer können dasselbe Thema unter andern Gesichtspunkten reflektieren und verstärken. Neben besonderen Exkursionen können auch zugezogene Fachleute aus Wirtschaft, Forschung usw. solche Quartalsakzente verstärken. Die Akzentsetzungen erfolgen in der Regel gemäss diesem Schema. Konkrete Beispiele finden Sie hier.

 

Bereich Sozialeinsatz

Während der zweiten Klasse absolvieren die Schülerinnen und Schüler einen Sozialeinsatz. Dieser ist als Langzeiteinsatz konzipiert, das heisst, die Schülerinnen und Schüler leisten über ein ganzes Jahr verteilt 80 Stunden Sozialarbeit. Die längerfristige, regelmässige Begegnung mit Asylbewerbern, Obdachlosen, Kindern aus sozial benachteiligten Familien oder alten, kranken oder behinderten Menschen ermöglicht den Akzentklässlern den Zugang zu ganz neuen Lebensfeldern. Konkrete Beispiele finden Sie hier.

Nach Abschluss dieses Sozialeinsatzes erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Schweizerischen Sozialzeit Ausweis.

 

Die Ziele des Sozialeinsatzes sind:

  • Sensibilisierung für ethische Fragestellungen im Bereich von Benachteiligten in unserer Gesellschaft.
  • Persönlichkeitsreifung durch Übernahme von Verantwortung über einen längeren Zeitraum hinweg.
  • Förderung ethischer Kompetenzen und Theorie-Praxis-Transfer.

 

Ein Schüler schreibt:
«.... Der grösste Gewinn, den ich aus meinem Sozialeinsatz zog, ist, dass ich nun viel besser mit fremden Kulturen umgehen kann. Für mich war der Sozialeinsatz nicht nur eine Pflicht, sondern eine willkommene Abwechslung zum normalen Schulalltag.»

 

Bereich offene Unterrichtsgefässe

Unter «offenen Unterrichtsgefässen» laufen im Wesentlichen ganz spezielle Arbeitswochen. Als Ergänzung zu den eher theoretischen Quartalsakzenten soll es hier um Praxis, Erfahrungen und Begegnungen gehen.

  • 1. Klasse: Umwelteinsatz und Arbeitswoche mit Fokus Sozialeinsatz
  • 2. Klasse: Wirtschafts-/Ökologiewoche – beispielsweise über die aktuelle Energieversorgung in der Schweiz oder über Konsumfragen
  • 3. Klasse: Austausch mit einem osteuropäischen Gymnasium. Hier werden ethische und ökologische Problemstellungen in einem internationalen Zusammenhang studiert
  • 4. Klasse: Auch die Maturitätsarbeit bietet Gelegenheit, sich vertieft mit einer ethischen und/oder ökologischen Fragestellung zu befassen

Die zusätzlich erworbenen Qualifikationen werden nach Abschluss des Lehrgangs in einer Beilage zum Maturitätszeugnis speziell ausgewiesen.

Erfahrungsberichte, Bilder und Reflexionen findet man hier.

 

Begründungen für diese spezielle Art der Implementierung von Ethik und Ökologie ins Wirtschaftsgymnasium findet man hier.

Anforderungen an diese Ausbildung

Die Ausbildung mit Akzent Ethik/Ökologie steht allen motivierten Schülerinnen und Schülern offen, welche Interesse an ethischen und ökologischen Fragestellungen haben und Bereitschaft für einen Sozialeinsatz mitbringen.