Sozialeinsatz
Der Sozialeinsatz findet in der zweiten Klasse statt. Er ist als Langzeiteinsatz konzipiert. Das heisst, die Schülerinnen und Schüler leisten 80 Stunden über mindestens ein Jahr verteilt. Die längerfristige, regelmässige Begegnung mit Asylbewerbern, obdachlosen Menschen, alten oder behinderten Menschen, Kindern aus sozial benachteiligten Familien oder kranken Menschen ermöglicht den Akzentklässlern den Zugang zu ganz neuen Lebensfeldern. Dabei werden fünf Ziele verfolgt:
- Sensibilisierung für ethische Fragestellungen im Bereich von Benachteiligten in unserer Gesellschaft
- Persönlichkeitsbildung
- Erweiterung der Realitätswahrnehmung
- Förderung ethischer Kompetenz
- Theorie-Praxis-Transfer
Der Schwerpunkt liegt im Wahrnehmen, im Einbezug und in der Sensibilisierung für Fragestellungen im ethischen Bereich, was wiederum eine Basis bilden soll für Reflexionen der Vorstellungen, die unser konkretes Handeln leiten, wie auch der Vorstellungen vom guten menschlichen Leben ganz allgemein. Unser Ansatz, dies nicht im Rahmen eines „Feuerwehreinsatzes“ von zwei Wochen durchzuführen, sondern in 80 Stunden über ein Jahr verteilt, ist bisher einzigartig und wird von den Institutionen sehr begrüsst.
«Das Hottinger Modell einer „Akzentklasse Ethik/Ökologie“ überzeugt gerade darin, dass es sich in einem Balanceakt versucht, der die ganze Ethik kennzeichnet. Ethik soll nämlich nicht nur begründete Antworten auf die Frage nach dem Guten und Richtigen geben, sondern soll auch eine Hinführung und Einübung des richtigen Lebens sein. Gerade das Wagnis, Praxiserlebnisse in den Ethikunterricht zu integrieren, ist daher besonders zu loben.»
PD. Dr. Klaus Peter Rippe
Am 26. April 2007 berichtete der Tages-Anzeiger über einen Sozialeinsatz:
Die Sunestube hat Lara ins Herz geschlossen




