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Wirtschaftsgymnasium, Handelsmittelschule und Informatikmittelschule

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Quartalsakzente

Nach einem exakten Plan übernimmt jedes Quartal ein bestimmtes Fach die Verantwortung für die Umsetzung eines konkreten Ethik-Akzents und ein anderes Fach setzt den Ökoakzent. Partnerfächer können dasselbe Thema aufnehmen, vertiefen und von einer anderen Seite her beleuchten.

Den ersten Quartalsakzent in Ethik setzt das Fach Mathematik. Er heisst „Logik“. Die Schülerinnen und Schüler lernen hier logisch korrekte Begründungsstrukturen. Im Fach Deutsch wird gleichzeitig über ein ethisch relevantes Thema diskutiert – und in der Mathematik werden die Argumente auf ihre formale Richtigkeit überprüft.

Der Ökologieakzent „Nachhaltigkeit“ wird im Fach Geografie gesetzt und am Beispiel der Tabakindustrie besprochen. Es wird über die sozialen und ökologischen Folgen des Tabakanbaus in den Entwicklungsländern und die Rolle der Tabakkonzerne nachgedacht. Gesundheitliche Aspekte können vom Partnerfach Biologie ergänzt werden oder wirtschaftliche Aspekte im Fach Wirtschaft und Recht. In dieser Art zu denken und gleichzeitig sehr viele Aspekte zu beherzigen, scheint uns äusserst wichtig zu sein für ethische und ökologische Belange.


«Die Vernetzung der einzelnen Fächer ist Sinn stiftend, indem sie isoliert betrachtete Fachinhalte in einen grösseren Zusammenhag stellt. Dieser Ansatz macht die Existenz und Wirkung von Regelkreisen bewusst und setzt einen Gegenpol zur reduzierten linearen Denkweise, die allzu oft in die Sackgasse führt, weil Eigeninteressen und zu kurz greifende Denkmuster dominieren. Nachhaltigkeit entspricht dem Win-Win-Prinzip, es bezieht alle Beteiligten und auch die Umwelt mit ein, im Kleinen wie im Grossen. Nicht umsonst sind gerade jene Unternehmen langfristig erfolgreich, die dieses Denkmuster in ihrer Firmenkultur verinnerlicht haben und alle wichtigen Stakeholder in Lösungs- und Entscheidungsfindungen miteinbeziehen. Dass ein Wirtschaftsgymnasium seine Schüler für diese Zusammenhänge sensibilisiert, ist daher ein begrüssenswerter Ansatz, um die Zukunft verantwortungsbewusst und mehrdimensional zu gestalten.»
Statement aus der Wirtschaft

Nina: Das Gleichgewicht zwischen Ethik, Oekologie und Wirtschaft ist wichtig.

Myriam Guggenheim
Bank Julius Bär